Welche Broker haben eine Einlagensicherung? Unsere Antwort
Im engeren Sinn hat kein CFD-Broker eine Einlagensicherung wie eine Bank, denn ein Broker nimmt keine Spareinlagen an. Was Sie absichert, sind zwei andere Dinge: die getrennte Verwahrung Ihres Geldes und eine Anlegerentschädigung, falls der Broker zahlungsunfähig wird und Ihr Geld nicht zurückgeben kann. In Deutschland übernimmt das die EdW.
Pepperstone ist hier unsere erste Wahl, weil beides bei der deutschen Gesellschaft offen beschrieben ist: Die Pepperstone GmbH ist EdW-Mitglied und verwahrt Kundengelder auf Treuhandkonten. Capital.com folgt auf Platz zwei, XS auf Platz drei; deren Entschädigungsregeln haben wir nicht im Einzelnen geprüft. Wenn Sie den Schutz bei Pepperstone nutzen möchten, können Sie hier ein Konto bei der Pepperstone GmbH eröffnen.
Einlagensicherung oder Anlegerentschädigung: Was ist der Unterschied?
Die beiden Begriffe werden oft verwechselt. Die Tabelle zeigt, was jedes System leistet und wann es greift.
Bei Pepperstone greifen beide Ebenen ineinander. Die EdW sichert Ihre Forderung gegen die Pepperstone GmbH ab. Fällt dagegen eine der Banken aus, bei denen Pepperstone die Treuhandkonten führt, verweist Pepperstone auf die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Wie sich dieser Betrag bei Treuhandkonten für viele Kunden verteilt, erklärt die Seite nicht.
Einlagensicherung und Anlegerentschädigung im Vergleich
| Merkmal | Einlagensicherung | Anlegerentschädigung (EdW) |
|---|---|---|
| Schützt | Guthaben bei Banken | Forderungen gegen Wertpapierfirmen wie Broker |
| Greift, wenn | die Bank zahlungsunfähig ist | der Broker Kundengeld nicht zurückzahlen kann |
| Höhe in Deutschland | bis 100.000 Euro | 90 % der Forderung, höchstens 20.000 Euro |
| Ersetzt Handelsverluste | Nein | Nein |
Welche Broker verwahren Kundengelder auf getrennten Konten?
Regulierte Broker müssen Gelder von Privatkunden getrennt vom eigenen Firmenvermögen halten. Bei Pepperstone ist das ausdrücklich beschrieben: Alle Kundengelder liegen auf gesonderten Konten bei regulierten Banken, laut Pepperstone bei Tier-1-Banken, und werden nicht mit Geldern oder Vermögenswerten des Brokers vermischt. Margin-Einlagen liegen auf segregierten Treuhandkonten und sind laut Pepperstone im Fall einer Liquidation vor Gläubigern geschützt.
Auch Capital.com und XS unterliegen in ihren Gesellschaften unter FCA- oder CySEC-Aufsicht den Regeln zur Trennung von Kundengeldern. Die genaue Ausgestaltung, etwa bei welchen Banken das Geld liegt, steht in den Kundendokumenten des jeweiligen Brokers. Fragen Sie im Zweifel direkt nach; ein seriöser Broker beantwortet das ohne Umschweife.
Welche Pepperstone-Gesellschaft schützt Ihr Geld wie?
Pepperstone arbeitet mit mehreren Gesellschaften, und jede hat ein eigenes Schutzsystem. Für Kunden in Deutschland zählt die GmbH. Die Übersicht zeigt, warum der Vertragspartner so wichtig ist.
Den Namen Ihres Vertragspartners finden Sie im Kundenvertrag und in der Fußzeile der Website, auf der Sie sich registrieren. Auf der deutschen Seite steht dort, dass CFD- und Derivatekonten von der Pepperstone GmbH bereitgestellt werden.
Entschädigung nach Pepperstone-Gesellschaft
| Gesellschaft | Aufsicht | Entschädigung |
|---|---|---|
| Pepperstone GmbH (Deutschland) | BaFin 151148 | EdW: 90 %, höchstens 20.000 Euro |
| Pepperstone EU Limited (Zypern) | CySEC 388/20 | Zyprischer Anlegerentschädigungsfonds: 90 % oder 20.000 Euro, der niedrigere Wert, nur Privatkunden |
| Pepperstone Limited (Großbritannien) | FCA 684312 | FSCS: bis 85.000 Pfund für berechtigte Kunden |
| Pepperstone Group Ltd (Australien) | ASIC, AFSL 414530 | Kein Entschädigungssystem |
| Pepperstone Markets Limited (Bahamas) | SCB SIA-F217 | Kein Entschädigungssystem genannt |