Pro-Konto bei Pepperstone: unsere Antwort vorab
Pepperstone führt Konten für professionelle Kunden, bei der Pepperstone GmbH unter dem Namen „Pro“. Wir empfehlen es zuerst, weil Kriterien, Hebel und Einschränkungen offen auf der deutschen Website stehen. Capital.com auf Platz zwei und XS auf Platz drei nennen wir der Vollständigkeit halber; deren Pro-Bedingungen haben wir nicht geprüft.
Ein Pro-Konto ist kein Upgrade wie eine Kreditkarte mit mehr Leistungen. Sie tauschen Schutzregeln für Privatkunden gegen mehr Spielraum. Für die meisten Privatanleger ist das kein guter Tausch, für erfahrene Vieltrader mit großem Kapital kann es sinnvoll sein.
Pro-Status beantragen Sie bei Pepperstone erst nach der Kontoeröffnung. Wenn Sie zunächst als Privatkunde starten möchten, können Sie hier ein Konto bei Pepperstone eröffnen und den Antrag später im Kundenbereich stellen.
Wer gilt bei Pepperstone als professioneller Kunde?
Sie müssen mindestens zwei der drei Fragen in der Tabelle mit Ja beantworten. Zum Portfolio zählen laut Pepperstone Bargeld, Aktien, Anleihen, Handelskonten und Investmentfonds, nicht aber Immobilien, Betriebsrenten und illiquide Vermögenswerte.
Den Antrag stellen Sie im Kundenbereich über „Als professioneller Kunde qualifizieren“ und laden die angeforderten Nachweise hoch. Ihr Kundenbetreuer bestätigt die Umstellung per E-Mail; Konto und Login-Daten bleiben gleich.
Kriterien für den Pro-Status bei der Pepperstone GmbH (zwei von drei)
| Kriterium | Was Pepperstone fragt |
|---|---|
| Handelserfahrung | Haben Sie im letzten Jahr 10 signifikant große Trades pro Quartal platziert? |
| Portfolio | Übersteigen Ihre Finanzinstrumente einschließlich Bareinlagen 500.000 Euro? |
| Beruf | Arbeiten oder arbeiteten Sie mindestens ein Jahr im Finanzsektor in einer Position mit Kenntnissen im Derivatehandel? |
Was ändert sich beim Hebel?
Der größte Unterschied ist der Hebel. Für Privatkunden gelten die Grenzen aus der Allgemeinverfügung der BaFin zu CFDs, für Pro-Kunden nicht. Die Tabelle zeigt die Werte der Pepperstone GmbH. Ein Widerspruch auf derselben Seite: Im Einleitungstext nennt Pepperstone bis 1:400 auf Indizes, in der Tabelle bis 1:500 auf Hauptindizes.
Mehr Hebel heißt: Mit demselben Kapital öffnen Sie größere Positionen, und ein kleiner Kursausschlag trifft Ihr Konto härter. Bei 1:500 genügt eine Bewegung von 0,2 % gegen Sie, um die gesamte Margin einer Position aufzuzehren.
Maximaler Hebel bei der Pepperstone GmbH
| Instrument | Privatkunden | Pro-Kunden |
|---|---|---|
| Forex (Majors) | 1:30 | bis 1:500 |
| Forex (Minors) | 1:20 | bis 1:500 |
| Hauptindizes | 1:20 | bis 1:500 |
| Nebenindizes | 1:10 | bis 1:100 |
| Gold | 1:20 | bis 1:500 |
| Energien | 1:10 | bis 1:200 |
| BTC/USD und ETH/USD | 1:2 | bis 1:500 |
| Aktien- und ETF-CFDs | 1:5 | bis 1:20 |
Welche Broker bieten Rabatte für Vieltrader?
Pepperstone gewährt Rabatte über das Active-Trader-Programm, allerdings nur für professionelle Kunden. Sie erhalten einen Prozentsatz zurück, gestaffelt nach Ihrem monatlichen Volumen in Forex, Indizes und Rohstoffen. Auf Standard-Konten berechnet Pepperstone die Rückvergütung als Prozentsatz des Mindestspreads, nicht des tatsächlich gezahlten Spreads; auf Razor-Konten bezieht sie sich bei Forex auf die gezahlte Kommission. Ausgezahlt wird täglich oder monatlich, je nach Kontotyp, in Ihrer Kontowährung.
Das Programm gilt nicht für Konten, die mit einem Introducing Broker verbunden sind, und nur für Trades ab dem Tag nach Ihrer Registrierung. Pepperstone behält sich vor, die Bedingungen jederzeit zu ändern. Ein Detail zum Nachrechnen: Im Rechenbeispiel der Seite (DAX bei 16.000 Punkten, 150 Mio. Euro Volumen, 20 %) fehlt der genannte Mindestspread von 0,9 Punkten. Mit ihm ergeben sich 1.687,50 Euro statt der angegebenen 1.875 Euro. Lassen Sie sich die Berechnung im Zweifel bestätigen.
Rückvergütungen im Active-Trader-Programm (laut Pepperstone, Volumen pro Monat)
| Anlageklasse | Volumen | Rückvergütung |
|---|---|---|
| Forex | 20 bis 99 Mio. Euro | 15 % |
| Forex | 100 bis 199 Mio. Euro | 20 % |
| Forex | 200 bis 299 Mio. Euro | 25 % |
| Indizes | 25 bis 99 Mio. Euro | 10 % |
| Indizes | 100 bis 149 Mio. Euro | 15 % |
| Indizes | 150 bis 199 Mio. Euro | 20 % |
| Rohstoffe | 20 bis 49 Mio. Euro | 10 % |
| Rohstoffe | 50 bis 99 Mio. Euro | 15 % |
Welcher Broker hat die niedrigsten Kommissionen bei Raw-Spread-Konten?
Eine Rangliste geben wir nicht, weil die Kommission bei Pepperstone von Plattform und Kontowährung abhängt. Laut Pepperstones Kostenseiten zahlen Sie auf dem Razor-Konto für Forex pro Standardlot: auf cTrader 3,00 US-Dollar pro Seite, auf MetaTrader 5, TradingView und der Pepperstone-Plattform 3,50 US-Dollar pro Seite, auf MetaTrader 4 insgesamt 7 US-Dollar bei Eröffnung. Für Euro-Konten nennt Pepperstone 2,60 Euro pro Seite.
Die deutsche Kontoseite widerspricht sich: Im Text steht „ab USD 3,50 pro Lot, pro Seite“, in der Vergleichstabelle „ab USD 2,96 pro Standardlot, pro Seite“. Da Konten der Pepperstone GmbH laut FAQ in Euro geführt werden, prüfen Sie die tatsächliche Kommission in der Kontraktspezifikation Ihrer Plattform.
Capital.com auf Platz zwei arbeitet ohne Kommission, dort liegen die Kosten im Spread. XS auf Platz drei bietet mit dem Elite-Konto Rohspreads ab 0,1 Pips auf EUR/USD und 6 US-Dollar pro Lot für Hin- und Rückweg, ab 500 US-Dollar Einzahlung.
Razor-Kommission bei Pepperstone nach Plattform (Forex, pro Standardlot)
| Plattform | Pro Seite | Hin- und Rückweg |
|---|---|---|
| cTrader | 3,00 US-Dollar | 6,00 US-Dollar |
| MetaTrader 5 | 3,50 US-Dollar | 7,00 US-Dollar |
| TradingView | 3,50 US-Dollar | 7,00 US-Dollar |
| Pepperstone-Plattform | 3,50 US-Dollar | 7,00 US-Dollar |
| MetaTrader 4 | komplett bei Eröffnung | 7,00 US-Dollar |
| Euro-Konto (internationale Kostenseite) | 2,60 Euro | 5,20 Euro |